Nicht autorisierter Versicherer

Was ist ein nicht autorisierter Versicherer?

Der Begriff „nicht autorisierter Versicherer“ bezieht sich auf ein betrügerisches Unternehmen, das sich als legitimes Versicherungsunternehmen ausgibt. Wie der Name schon sagt, sind nicht autorisierte Emittenten nicht bei der Versicherungsaufsichtsbehörde ihres Staates registriert und dürfen daher Versicherungsprodukte nicht legal verkaufen.

Der Abschluss einer Versicherung bei einem nicht autorisierten Versicherer ist sehr gefährlich, da das Unternehmen möglicherweise nicht die Absicht oder Fähigkeit hat, seinen Verpflichtungen nachzukommen.

Die zentralen Thesen

  • Ein nicht autorisierter Versicherer ist eine Versicherungsgesellschaft, die ohne die Erlaubnis oder Aufsicht ihrer staatlichen Versicherungsaufsichtsbehörde tätig ist.
  • Der Betrieb eines nicht autorisierten Versicherers ist illegal und kann rechtliche oder finanzielle Sanktionen nach sich ziehen.
  • Kunden, denen eine Versicherung von nicht autorisierten Versicherern verkauft wurde, haben möglicherweise Anspruch auf eine Entschädigung durch die Fachleute, die den Verkauf durchgeführt haben.

So arbeiten nicht autorisierte Versicherer

Diejenigen, die nicht autorisierte Versicherungsunternehmen betreiben, begehen faktisch Betrug an der Öffentlichkeit. Denn Kunden, die sich gegen persönliche oder geschäftliche Risiken selbst auf Versicherungsunternehmen verlassen, sind möglicherweise völlig schutzlos, wenn ihr Versicherer ihr Ende der Transaktion nicht einhält. Bei nicht autorisierten Versicherern hat der Kunde möglicherweise nur geringe oder keine Regressansprüche, da der nicht autorisierte Versicherer möglicherweise nie über die erforderlichen Vermögenswerte verfügte, um seine Ansprüche zu erfüllen.

In einigen Fällen können nicht autorisierte Versicherer sowohl professionelle Vermittler als auch Versicherungsnehmer täuschen. Zum Beispiel könnten unwissentliche Versicherungsagenten dazu verleitet werden, die von einem nicht autorisierten Versicherer angebotenen Produkte weiterzuverkaufen oder zu empfehlen. In diesen Fällen kann der Versicherungsmakler teilweise für Verluste oder unbezahlte Ansprüche des Versicherungsnehmers verantwortlich gemacht werden. Darüber hinaus kann der Versicherungsvertreter auch wegen Begehung einer Straftat angeklagt werden, zur Zahlung einer Strafe gezwungen werden und sogar seine Versicherungslizenz widerrufen lassen.

Um sich vor diesen Risiken zu schützen, ist es sowohl für Privatkunden als auch für Versicherungsfachleute ratsam, sich bei ihrer staatlichen Versicherungsaufsichtsbehörde zu erkundigen, bevor sie entscheiden, ob sie Geschäfte mit einem neuen Versicherungsunternehmen tätigen möchten, mit dem sie noch nicht vertraut sind. Andere bewährte Verfahren umfassen die Beachtung potenzieller Warnzeichen, die darauf hinweisen könnten, dass ein bestimmter Versicherer nicht legitim ist. Beispiele hierfür sind sehr aggressive Agenten oder Makler, die die Dringlichkeit äußern, sich sofort für ein Produkt anzumelden, Prämien, die im Vergleich zu vergleichbaren Unternehmen unrealistisch niedrig erscheinen, und das Fehlen einer aufgelisteten Telefonnummer oder anderer Kundendienstmechanismen.

Beispiel eines nicht autorisierten Versicherers

Emma ist die Besitzerin eines kleinen Einzelhandelsgeschäfts und sucht nach einer gewerblichen Versicherung, um ihr Unternehmen vor Diebstahl, Sachschaden und allgemeiner Haftung zu schützen. Um sie bei ihrer Suche zu unterstützen, wendet sie sich an einen lokalen Versicherungsmakler, der behauptet, ein Experte für die verschiedenen Möglichkeiten in ihrer Region zu sein. Nach einer kurzen Besprechung ihrer Bedürfnisse empfiehlt ihr der Makler ein Produkt, das von einem neuen Versicherer verkauft wird, dessen Tarife fast halb so hoch sind wie die des nächstpreisigen Konkurrenten. Emma entscheidet sich für dieses Versicherungspaket, auch weil das Angebot nur für die nächsten 24 Stunden verfügbar war.

Ein Jahr später erlebt Emma einen Einbruch in ihren Laden, der mehrere Monate lang Inventar verloren hat. Zum Glück erinnert sie sich, dass sie eine Versicherung gegen Diebstahl und andere Risiken abgeschlossen und ihre monatlichen Prämien gewissenhaft bezahlt hatte. Daher erwartet sie vollumfänglich eine Entschädigung für ihre Verluste und füllt die erforderlichen Unterlagen aus, um ihren Anspruch geltend zu machen.

Nachdem Emma einige Wochen ohne Antwort gewartet hat, wird ihr empfohlen, ihre staatliche Versicherungsaufsicht über den nicht reagierenden Versicherer zu informieren. Zu ihrer Überraschung wird Emma von der Aufsichtsbehörde mitgeteilt, dass es keine Aufzeichnungen über ihre Versicherungsgesellschaft gibt und dass sie daher unwissentlich von einer nicht autorisierten Versicherung verkauft wurde.

Abhängig von den Einzelheiten ihres Falles hat Emma möglicherweise Anspruch auf irgendeine Form von Entschädigung von der staatlichen Versicherungsaufsichtsbehörde oder einer anderen Aufsichtsbehörde, obwohl es auch möglich ist, dass sie gezwungen ist, die Verluste ihres Unternehmens persönlich zu decken. Es ist auch wahrscheinlich, dass der Versicherungsmakler, der ihr die betrügerische Police verkauft hat, von der Versicherungsaufsichtsbehörde untersucht wird und möglicherweise sogar angewiesen wird, Emma für ihren Verlust zu entschädigen.