24 Juni 2021 11:06

Doppelte Hebelwirkung

Was ist Doppelhebel?

Double Leverage tritt auf, wenn eine Bankholding ein Anleiheangebot durchführt, um eine große Beteiligung an einer Tochterbank zu erwerben. Im Idealfall finanzieren Dividenden aus den Aktien der Tochtergesellschaft die Zinszahlungen der Holding. Während die Strategie für einige Bankholdings attraktiv ist, warnen die Aufsichtsbehörden davor, dass die Praxis das finanzielle Risiko verstärken und die Stabilität untergraben könnte.

Die zentralen Thesen

  • Bankholdings verwenden Double Leverage, wenn die Muttergesellschaft Schuldtitel begibt und die Erlöse dann als Eigenkapital in Tochtergesellschaften investiert werden.
  • Die Einschätzung der Kapitaladäquanz einer Bank wird durch das Auftreten von Double Leverage verfälscht, da die tatsächliche Risikoexposition verschleiert wird.
  • Finanzbehörden haben häufig Bedenken hinsichtlich des Problems der doppelten Hebelwirkung aufgrund dieser Art der firmeninternen Finanzierung geäußert.

Doppelte Hebelwirkung erklärt

Eine Bankholding ist ein Unternehmen, das eine Mehrheitsbeteiligung an einer oder mehreren Banken hält, aber selbst keine Bankdienstleistungen anbietet. Holdinggesellschaften führen nicht das Tagesgeschäft der Banken, die ihnen gehören. Sie üben jedoch die Kontrolle über das Management und die Unternehmensrichtlinien aus. Sie können Manager einstellen und entlassen, Strategien festlegen und bewerten und die Leistung der Geschäfte von Tochtergesellschaften überwachen.

Mit Double Leverage bringt die Holding Kapital in eine Tochterbank ein, die in der Lage ist, ihre eigenen Kredite weiter zu erhöhen und so die Schulden der ursprünglichen Muttergesellschaft aufzustocken. Beachten Sie, dass sich das eigenständige Kapital der Muttergesellschaft nicht ändert, durch die doppelte Hebelwirkung wird die Muttergesellschaft dennoch stärker der Tochtergesellschaft ausgesetzt.

Da Banken im Vergleich zu anderen Arten von Unternehmen strenge Eigenkapitalanforderungen an die Höhe der Fremdkapital haben, die sie halten können, kann Double Leverage eine indirekte Problemumgehung sein, um der Bank Zugang zu Fremdkapital zu verschaffen. Einige Wissenschaftler vermuten, dass die Tatsache, dass Banken bereit sind, doppelte Hebelwirkung zu verwenden, darauf hindeuten könnte, dass die Aufsichtsbehörden den Banken erlauben sollten, mehr schuldenbasierte Finanzierung zu verwenden.

Jüngstes Beispiel für Double Leverage

Im April 2018 berichtete Reuters, dass bestimmte Business Development Companies (BDCs) die Genehmigung des Vorstands erhalten hatten, die Höhe der Schulden zu erhöhen, die sie aufnehmen konnten. Dies folgte der Verabschiedung der US-Gesetzgebung im März 2018, die es ihnen ermöglichte, ihre Gelder zu verdoppeln.

Ein BDC ist eine Organisation, die in den frühen Entwicklungsphasen in kleine und mittlere Unternehmen investiert und sie dabei unterstützt, zu wachsen, ähnlich wie Private Equity- oder Venture-Capital-Firmen. Viele BDCs zeichnen sich dadurch aus, dass sie wie geschlossene Investmentfonds aufgesetzt sind. BDCs sind in der Regel öffentliche Unternehmen, im Gegensatz zu vielen Private-Equity-Firmen. BDC-Aktien werden an wichtigen Börsen wie der American Stock Exchange (AMEX), der Nasdaq und anderen gehandelt.

Zu bestimmten BDCs, die eine Genehmigung für eine Erhöhung der Verschuldung erhielten, gehörten Apollo Investment Corp (AINV), FS Investment Corp (FSIC), PennantPark Floating Rate Capital Ltd (PFLT) und Gladstone Capital Corp (GLAD). Darüber hinaus wird Ares Capital Corp (ARCC) auch konkrete Umsetzungspläne erörtern.

Bedenken wegen doppelter Hebelwirkung

Mehrere Finanzbehörden haben aus zwei Gründen Bedenken über die Frage der doppelten Hebelwirkung erhöht: Erstens, wie innerbetriebliche Finanzierung für erlauben kann Arbitrage des Kapitals; und zweitens geht es weitere Risiken ein. Jüngste Untersuchungen zeigen, dass Bankholdings anfälliger für Risiken sind, wenn sie ihren Double Leverage erhöhen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn der Anteil der Muttergesellschaft an Tochtergesellschaften größer ist als das Kapital der Muttergesellschaft an sich.

Einige Studien legen nahe, dass politische Entscheidungsträger bei der Regulierung komplexer Finanzinstitute effizienter sein sollten, um die Stabilität zu fördern. Wenn ein Unternehmen ein so großes Schuldenvolumen aufnimmt, wird die Fähigkeit zur Rückzahlung immer schwieriger, selbst wenn der Kreditnehmer über eine starke Cashflow-Historie und vielfältige Einnahmequellen verfügt.