12 Juni 2021 0:54

Operativer Leverage versus finanzieller Leverage: Was ist der Unterschied?

Operativer Leverage und finanzieller Leverage sind zwei verschiedene Metriken, die verwendet werden, um die finanzielle Gesundheit eines Unternehmens zu bestimmen.

Der operative Leverage ist ein Hinweis darauf, wie die Kosten eines Unternehmens strukturiert sind. Die Metrik wird verwendet, um den BreakEven-Point eines Unternehmens zu bestimmen, d. h. wenn die Umsatzerlöse sowohl die fixen als auch die variablen Produktionskosten decken. Der finanzielle Leverage bezieht sich auf die Höhe der Schulden, die zur Finanzierung der Geschäftstätigkeit eines Unternehmens verwendet werden.

Die zentralen Thesen

  • Der operative Leverage und der finanzielle Leverage sagen Ihnen unterschiedliche Dinge über die finanzielle Gesundheit eines Unternehmens aus.
  • Der operative Leverage ist ein Hinweis darauf, wie die Kosten eines Unternehmens strukturiert sind, und wird auch verwendet, um seinen Break-Even-Punkt zu bestimmen.
  • Der finanzielle Leverage bezieht sich auf die Höhe der Schulden, die zur Finanzierung der Geschäftstätigkeit eines Unternehmens verwendet werden.

Betriebshebel und Fixkosten

Der operative Leverage misst das Ausmaß, in dem ein Unternehmen oder ein bestimmtes Projekt sowohl feste als auch variable Kosten erfordert. Fixkosten sind Kosten oder Aufwendungen, die unabhängig von der Anzahl der von einem Unternehmen erzielten Umsätze nicht schwanken. Einige Beispiele für Fixkosten sind:

  • Gehälter
  • Miete
  • Versorgungsunternehmen
  • Zinsaufwendungen
  • Abschreibung

Betriebshebel und variable Kosten

Variable Kosten sind Ausgaben, die in direktem Zusammenhang mit der Produktion eines Unternehmens variieren. Die variablen Kosten steigen bei steigender Produktion und sinken bei sinkender Produktion. Lagerbestände und Rohstoffe sind beispielsweise variable Kosten, während Gehälter für die Unternehmenszentrale Fixkosten wären.

Der operative Leverage kann Unternehmen dabei helfen, ihren Break-Even-Punkt für die Rentabilität zu bestimmen. Mit anderen Worten, der Punkt, an dem der aus dem Verkauf erzielte Gewinn sowohl die Fixkosten als auch die variablen Kosten deckt.

Ein produzierendes Unternehmen hat möglicherweise eine hohe operative Hebelwirkung, da es die für den Betrieb erforderlichen Anlagen und Ausrüstungen warten muss. Auf der anderen Seite verfügt ein Beratungsunternehmen über weniger Anlagevermögen wie Ausrüstung und hätte daher einen geringen operativen Leverage.

Die Verwendung eines höheren Maßes an operativer Hebelwirkung kann das Risiko von Cashflow-Problemen erhöhen, die sich aus Fehlern bei den Prognosen zukünftiger Verkäufe ergeben.

Finanzielle Hebelwirkung erklärt

Der finanzielle Leverage ist eine Kennzahl, die zeigt, wie viel ein Unternehmen Schulden verwendet, um seine Geschäftstätigkeit zu finanzieren. Ein Unternehmen mit einer hohen Verschuldung benötigt Gewinne und Einnahmen, die hoch genug sind, um die zusätzlichen Schulden in der Bilanz zu kompensieren.

Investoren betrachten den Leverage eines Unternehmens, weil er ein Indikator für die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens ist. Außerdem können Schulden dazu beitragen, den Gewinn und den Gewinn pro Aktie zu steigern. Mit der Hebelwirkung sind jedoch Kosten in Form von Zinsaufwendungen verbunden.

Wenn die Umsätze und Gewinne eines Unternehmens steigen, funktioniert die Hebelwirkung gut für ein Unternehmen und Investoren. Wenn Einnahmen oder Gewinne jedoch unter Druck geraten oder sinken, müssen die Schulden- und Zinsaufwendungen dennoch bezahlt werden und können problematisch werden, wenn nicht genügend Einnahmen vorhanden sind, um Schulden und betriebliche Verpflichtungen zu erfüllen.