26 Juni 2021 16:22

Mosaik-Theorie

Was ist die Mosaik-Theorie?

Die Mosaik-Theorie bezieht sich auf eine Analysemethode, mit der Sicherheitsanalysten Informationen über ein Unternehmen sammeln. Die Mosaik-Theorie beinhaltet das Sammeln öffentlicher, nicht öffentlicher und nicht wesentlicher Informationen über ein Unternehmen, um den zugrunde liegenden Wert seiner Wertpapiere zu bestimmen und dem Analysten zu ermöglichen, auf der Grundlage dieser Informationen Empfehlungen an Kunden zu richten.

Die zentralen Thesen

  • Die Mosaik-Theorie ist ein Stil der Finanzforschung, bei dem der Analyst verschiedene Ressourcen verwendet, um den Wert eines Unternehmens, einer Aktie oder eines anderen Wertpapiers zu bestimmen.
  • Die Mosaik-Theorie erfordert, dass der Analyst öffentliche, nicht öffentliche und immaterielle Informationen über ein Unternehmen sammelt.
  • Diese breite Palette von Informationen wird verwendet, um dem Analysten zu helfen, den Aktienwert des Unternehmens zu bestimmen und festzustellen, ob die Aktie den Kunden empfohlen werden sollte.

Wie die Mosaik-Theorie funktioniert

Innerhalb der Investmentgemeinschaft gibt es eine anhaltende Debatte darüber, ob diese Art der Analyse Insiderinformationen missbraucht, aber das CFA-Institut, früher bekannt als Association for Investment Management and Research (AIMR), hat die Mosaik-Theorie als gültige Analysemethode anerkannt.

Der Hedgefonds-Manager Raj Rajaratnam nutzte die Mosaik-Theorie als Verteidigung während seines Insider-Handelsverfahrens im Jahr 2011, wurde jedoch letztendlich für schuldig befunden.



Analysten, die die Mosaik-Theorie verwenden, sollten den Kunden die Details der Informationen und Methoden offenlegen, die sie verwendet haben, um zu ihrer Empfehlung zu gelangen. Dieses Protokoll erhöht die Transparenz und hilft, Vorwürfe des Missbrauchs von Insiderinformationen zu vermeiden.

Mosaik-Theorie vs. Scuttlebutt-Methode

Die Mosaik-Theorie stimmt eng mit der Scuttlebutt-Methode überein, einer Unternehmensanalysetechnik, die der Investment-Guru Philip Fisher in seinem 1958 erschienenen Buch „Common Stocks and Uncommon Profits“ populär gemacht hat.

Investoren, die die Scuttlebutt-Methode anwenden, ziehen Schlussfolgerungen über ein Unternehmen, indem sie Informationen aus dem Wissen aus erster Hand aus Gesprächen mit Mitarbeitern, Wettbewerbern und Branchenexperten zusammensetzen. Sowohl die Mosaik-Theorie als auch die Scuttlebutt-Methode sammeln kleine immaterielle Informationen und addieren sie zu einer materiellen Schlussfolgerung.

Besondere Überlegungen

Durch den einfacheren Zugang zu Informationen wird die Mosaik-Theorie für Heimwerker leichter zugänglich. Nicht wesentliche Informationen können auf folgende Weise gesammelt werden.

10-K-Berichte

Anleger, die über fundierte Kenntnisse in Bezug auf Rechnungslegungskonzepte wie Gewinn- und Verlustrechnungen und Bilanzen verfügen, können die finanzielle Leistung des Unternehmens auf Anomalien untersuchen. Sie können auf 10-K-Berichte auf der Website der Securities and Exchange Commission (SEC) zugreifen.

LinkedIn und Glassdoor

Diese Websites bieten nützliche Einblicke in die Mitarbeiter eines Unternehmens, vom Kundendienstmitarbeiter bis zur Geschäftsleitung. Investoren können möglicherweise Rückschlüsse auf die Fluktuationsrate und die Zufriedenheit der Mitarbeiter ziehen, indem sie Benutzerprofile und veröffentlichte Inhalte überprüfen.

Google Trends

Mithilfe dieses Google-Recherchetools können Sie feststellen, ob eine starke Nachfrage der Verbraucher nach Produkten und Dienstleistungen eines Unternehmens besteht. Beispielsweise kann ein Investor zu dem Schluss kommen, dass ein Unternehmen aufgrund der starken Nachfrage nach einem neuen Produkt, das es auf einem ausländischen Markt verkauft, wahrscheinlich ein Übernahmeangebot von einem multinationalen Unternehmen erhalten wird.

Das Pew Research Center

Diese Website bietet Anlegern unparteiische makroökonomische Einblicke in aktuelle Trends, Einstellungen und Probleme, die die Welt prägen. Zum Beispiel könnten Anleger feststellen, dass ein Unternehmen in Bezug auf ein bestimmtes Problem weitgehend nicht mit der öffentlichen Meinung übereinstimmt, was sich erheblich auf seine Einnahmen auswirken kann.