22 Juni 2021 17:05

Verhältnis von langfristiger Verschuldung zu Kapitalisierung

Was ist das Verhältnis von langfristigen Schulden zu Kapitalisierung?

Das Verhältnis von langfristiger Verschuldung zu Eigenkapital, eine Variation des traditionellen Verhältnisses von Verschuldung zu Eigenkapital (D/E), zeigt die finanzielle Verschuldung eines Unternehmens. Es wird berechnet, indem die langfristigen Schulden durch das gesamte verfügbare Kapital (langfristige Schulden, Vorzugsaktien und Stammaktien) dividiert werden. Anleger vergleichen den finanziellen Leverage von Unternehmen, um das damit verbundene Anlagerisiko zu analysieren. Hohe Quoten weisen auf riskantere Investitionen hin, da Schulden die Hauptfinanzierungsquelle sind und ein höheres Insolvenzrisiko mit sich bringen.

Die zentralen Thesen

  • Das Verhältnis der langfristigen Verschuldung zu Kapitalisierung ist ein Solvenzmaß, das den Grad der finanziellen Verschuldung eines Unternehmens anzeigt.
  • Er berechnet den Anteil des langfristigen Fremdkapitals, den ein Unternehmen zur Finanzierung seines Vermögens verwendet, im Verhältnis zum Eigenkapital, das für denselben Zweck verwendet wird.
  • Ein höheres Ratio-Ergebnis bedeutet, dass ein Unternehmen höher verschuldet ist, was ein höheres Insolvenzrisiko birgt.

Verstehen des langfristigen Schulden-Kapitalisierungs-Verhältnisses

Um eine ausgewogene Kapitalstruktur zu erreichen, müssen Unternehmen analysieren, ob die Verwendung von Fremdkapital, Eigenkapital (Aktien) oder beidem machbar und für ihr Geschäft geeignet ist. Financial Leverage ist eine Kennzahl, die zeigt, wie viel Schulden ein Unternehmen zur Finanzierung seiner Geschäftstätigkeit verwendet. Ein Unternehmen mit einer hohen Verschuldung benötigt Gewinne und Einnahmen, die hoch genug sind, um die zusätzlichen Schulden in der Bilanz auszugleichen.

Langfristige Schulden können von Vorteil sein, wenn ein Unternehmen ein starkes Wachstum und hohe Gewinne erwartet, die eine pünktliche Schuldentilgung ermöglichen. Kreditgeber kassieren nur ihre fälligen Zinsen und beteiligen sich nicht an der Gewinnbeteiligung zwischen den Anteilseignern, was die Fremdfinanzierung manchmal zu einer bevorzugten Finanzierungsquelle macht. Andererseits können langfristige Schulden kriselnde Unternehmen finanziell stark belasten und möglicherweise zur Insolvenz führen.

Langfristige Schulden und Kapitalkosten

Im Gegensatz zum intuitiven Verständnis kann die Verwendung langfristiger Schulden dazu beitragen, die Gesamtkapitalkosten eines Unternehmens zu senken. Kreditgeber legen Bedingungen fest, die nicht auf der finanziellen Leistung des Kreditnehmers beruhen; daher steht ihnen nur das vertragsgemäße Entgelt zu (zB Kapital und Zinsen). Wenn ein Unternehmen mit Eigenkapital finanziert, muss es die Gewinne anteilig mit den Aktionären teilen, die allgemein als Aktionäre bezeichnet werden. Eine Finanzierung mit Eigenkapital erscheint attraktiv und kann für viele Unternehmen die beste Lösung sein; es ist jedoch ein ziemlich teures Unterfangen.

Finanzierungsrisiko

Wenn die Höhe der langfristigen Schulden im Verhältnis zur Summe des gesamten Kapitals zu einer dominierenden Finanzierungsquelle geworden ist, kann dies das Finanzierungsrisiko erhöhen. Langfristige Schulden werden häufig mit der Schuldendienstdeckung verglichen, um festzustellen, wie oft die gesamten Schuldenzahlungen das Betriebsergebnis oder das Ergebnis eines Unternehmens vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) überschritten haben. Die Unsicherheit, dass zukünftige Schulden gedeckt werden, erhöht sich, wenn die Gesamtschuldenzahlungen häufig das Betriebseinkommen übersteigen. Eine ausgewogene Kapitalstruktur nutzt die Vorteile einer kostengünstigen Fremdfinanzierung.