Mehr Moscheen braucht die Stadt !!

Istanbul, die türkische Metropole. Hier sind -laut Angaben der staatlichen türkischen Religionsbehörde- 3271 Moscheen in Betrieb. Aber das ist anscheinend den Gläubigen in der Regierung dieses Staates nicht ausreichend genug. Der oberste Imam der Stadt glaubt sogar, dass Istanbul noch 10.000 Moscheen benötige.

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Eine Wohnungen mit Moschee Kreation in Ankara

Allah Liebende sollen noch bequemer und noch schneller zu ihrem Allah finden können. Da aber in den Städten kaum noch Platz für Moscheebaustellen vorhanden sind und die Versuche der staatlichen Religionsbehörde „alternative Modellbauten“ zu entwickeln kläglich gescheitert sind, gehen die Islamisten in der Regierungspartei AKP neue Wege, die eigentlich gar nicht so neu sind.

Die türkische Regierung soll entscheiden, ob sie einem Urteil des türkischen Verwaltungsgerichtshofes nachkommt, das es ihr ermöglichen würde, eine byzantinische Kirche aus dem 4. Jahrhundert in eine Moschee umzuwandeln, was dann den Weg frei machen könnte, auch die riesige ehemalige Kathedrale, die Haghia Sophia, aus dem 6. Jahrhundert, zu einer islamistischen Kultstätte umzubauen.

Nachdem sie mehr als 1.000 Jahre lang als Kirche diente, wurde die Chora-Kirche, –bekannt auch als die Kirche des Heiligen Erlösers-, wie viele der christlichen Kultstätten der byzantinischen Hauptstadt, in eine Moschee umgewandelt. Das war schon nach der Eroberung Konstantinopels durch osmanische Truppen im Jahr 1453.

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Chora Kirche

Aber diese Kirche mit den einzigartigen byzantinischen Mosaiken und Fresken, wurde 1945 in ein Museum umgewandelt, entsprechend der weltlichen Vision der neuen Republik, die von Mustafa Kemal Atatürk nach der Niederlage und dem Zusammenbruch des Osmanischen Reiches 1923 gegründet worden war.

Die riesige Kathedrale Hagia Sophia ist eine der ältesten Kirche des Christentums. Aus dem 4. Jahrhundert. Sie hatte bis zum Bau von St. Peter’s Dom in Rom im 16. Jahrhundert fast 1.000 Jahre lang die größte Kuppel der Welt. Sie wurde 1453 auch in eine Moschee umgewandelt, dann 1935 in ein Museum.

Die herrschenden Islamisten der Türkei verfolgen seit 1935 den Plan, Haghia Sophia wieder in eine Moschee zu verwandeln, und Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat gesagt, dass ein solcher Schritt möglich sein müsste.

Die regierungsfreundliche Tageszeitung Yeni Şafak schrieb vor einige Wochen, ein Gericht habe alle früheren Urteile aufgehoben und beschlossen, dass die Chora-Kirche oder das Kariye Museum in Übereinstimmung mit ihrer Funktion genutzt werden sollte, als sie während der osmanischen Zeit, d.h. als Moschee, an die Fatih Sultan Mehmet Stiftung übertragen wurde.

Das Gericht hat sein Urteil dem Präsidenten vorgelegt, schreibt eine andere Regierungszeitung, die Yeni Akit (11.06.2019), das Kabinett werde entscheiden, ob das Urteil umgesetzt wird.

In der griechischen Tageszeitung Kathimerini war im März zu lesen, dass die Änderung des Status der Haghia Sophia der Zustimmung der UNESCO bedürfe, da sie ein Weltkulturerbe sei.

Erdogan wird warten, und die Haghia Sophie gegenüber der EU und der westlichen Welt als Verhandlungsmasse zu benutzen. Als eine Art Geisel. Dieses Spiel kennt der türkische Präsident mehr als sehr gut.

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