ÜBER SEYRAN ATEŞ UND DIE „INITIATIVE SÄKULARER ISLAM“

Meine Ausführungen über Seyran Ateş möchte ich mit einigen positiven und durchaus ehrlich gemeinten Worten beginnen. Ich halte Seyran Ateş vor allen anderen Dingen und in erster Linie für eine wahre Feministin, die als starke und aufrichtige Kämpferin schon immer auf der Seite von Frauen stand und weiterhin stehen wird. Dafür respektiere ich sie und genau dafür liebe ich sie sogar! Ich wünschte, dass andere Feministinnen sich auch kompromisslos gegen jede Form des Patriarchats einsetzen würden – so wie Seyran Ateş dies tut – und zwar auch dann, wenn es sich dabei um die islamische Variante handelt. Ich habe auch sehr großen Respekt und Bewunderung vor ihrer Arbeit als Rechtsanwältin, in der sie sich mit viel Mut und Engagement für bedauernswerte Frauen einsetzt und dabei auch immer wieder große Risiken eingegangen ist. Erst recht bewundere ich ihre Stärke, dass sie nach dem verachtenswerten Angriff auf ihr Leben aufgestanden ist und weitergemacht hat.

Bevor ich mich nach diesen einleitenden Worten des Respekts und Bewunderung etwas kritischer mit ihr und vor allem mit der von ihr gegründeten Moscheegemeinde auseinandersetze, möchte ich vorausschicken, dass ich es selbstverständlich als völlig zulässig erachte, eine den eigenen Bedürfnissen ausgerichtete Religionsgemeinschaft ins Leben zu rufen, wie Seyran Ateş es tat. Es gibt kein Copyright auf Religion, wovon der Islam nicht ausgeschlossen ist und vor allem ist es eine Tatsache, dass Glaubensgemeinschaften schon immer aus gewandelten Glaubensbedürfnissen heraus entstanden sind. Das ist selbst aus den Evangelien im Neuen Testament zu entnehmen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten verfasst wurden, um nur ein bekanntes Beispiel zu nennen. Die christliche Gemeinde, in der das frühe Markusevangelium geschrieben wurde, hatte andere Glaubensbedürfnisse und auch ein anderes Jesusbild als jene Gemeinde, in der das späte Johannesevangelium entstand. Aufgrund dieser Überlegung ist es auch Seyran Ateş und ihren Glaubensgenossinen und –genossen nicht nur im Rahmen der Grundrechte, über die sie ohnehin verfügen, sondern auch aufgrund der Tatsache, dass Religion sich schon immer Bedürfnissen von Menschen angepasst hat, in jeder Hinsicht gestattet und unbenommen, die von ihnen gewählte religiöse Praxis auszuleben und weiterzuführen. Ferner muss selbstverständlich auch der Staat den Schutz dieser Religionsgemeinschaft gewährleisten und diese vor allfälligen Angriffen und Aggressionen schützen. All diese vorgenannten Dinge stelle ich überhaupt nicht in Frage. Problematisch ist allerdings der Umstand, dass nun viele Nicht-Muslime, die wenig bis gar keine Ahnung vom Islam haben, allen voran gewisse Deutsche, annehmen, dass diese Bewegung, über welche überdurchschnittlich viel in den Medien zu lesen ist, nicht nur in Deutschland sondern auch anderswo in der Welt eine maßgebliche Rolle im praktizierten Islam spielen und diesen sogar in positiver Hinsicht verändern könnte. Ich denke, dass Seyran Ateş bei diesem  falschen Eindruck, der entstanden ist, nicht ganz unschuldig ist. Es sind also nicht bloß die Medien, die dieser Bewegung eine Bedeutung zumessen, die sie schlicht und einfach nicht hat.

Als erstes möchte ich hervorheben, dass die wenigsten Muslime – auch jene, die in Deutschland leben – auf eine solche Moscheegemeinde wie jene von Seyran Ateş gewartet haben. Realistisch eingeschätzt besteht keinerlei Aussicht, dass diese Glaubensgemeinschaft jene muslimischen Kreise ansprechen könnte, die von der Bevölkerung als problematisch empfunden werden. Salafisten, Muslimbrüder, schiitische Fanatiker, Erdogan-Anhänger, welche DITIB-Moscheen besuchen oder andere konservative Scharia-Muslime werden dieser Bewegung niemals folgen und diese sogar als blasphemisch einstufen. Diesbezüglich bestehen überhaupt keine Zweifel, zumal solche Menschen weit weniger Probleme mit dem Christentum oder sogar dem Judentum haben als mit einer neuen eigenwilligen Variante des Islams. Die Abneigung beispielsweise, die schiitische und sunnitische Scharia-Muslime gegeneinander haben, übertrifft jene gegenüber Angehörigen anderer Buchreligionen, die vom Scharia-Islam unter bestimmten Paradigmen gewissermaßen noch „toleriert“ werden, bei weitem. Das heißt also, dass die Abwehrhaltung gegenüber einer solchen Bewegung aufgrund ganz konkreter Eigenschaften des Islams von Vornherein enorm ist.

Es ist aber auch nicht so, dass die überwiegende Mehrheit der säkularen Muslime auf Seyran Ateş gewartet hätte. Säkulare Muslime – sofern sie überhaupt ihren Glauben mehr oder weniger regelmäßig ausüben – wollen in aller Regel nicht die Religion, sprich den Islam, oder sogar den Ablauf und die Form der Kultushandlungen verändern, wie beispielsweise, dass Frauen und Männer in der Moschee gemeinsam beten. Vielmehr wollen sie, dass religiöse Handlungen ihren besonderen Platz haben, dass die Scharia nicht in gesellschaftliche, gesellschaftspolitische und rechtliche Belange eingreift und damit das säkulare Leben stört oder sogar zerstört. Ob eine Person betet oder fastet und wie fest er glaubt, oder ob er überhaupt glaubt, ist diesem aus dieser Perspektive selbst überlassen und gehört in dessen Privatsphäre.

Obwohl viele oder sogar die meisten der vorgenannten Eigenschaften auch bei der Moscheegemeinde von Seyran Ateş vorzufinden sind, sind die entsprechenden Glaubensbedürfnisse aber auch die Forderungen eben dennoch nicht deckungsgleich. Die überwiegende Mehrheit der säkularen Muslime wollen keine „Imamin“, wie sich Seyran Ateş selbst bezeichnet und auch keine “Reformation des Islam”, was immer man sich darunter vorstellen mag. Solche Wünsche stehen in der heutigen Welt des Islam – auch bei den modernsten Muslimen – überhaupt nicht im Vordergrund, dies schon deshalb nicht, weil solche Menschen sich in der Regel ohnehin mit anderen Dingen beschäftigen als mit Religion, was sie übrigens noch lange nicht zu Atheisten macht.

Zusammengefasst bedeutet dies, dass Seyran Ateş keineswegs eine bedeutende Bewegung in Gang gesetzt hat, die man mit einer „Reformation“ vergleichen kann. Sie repräsentiert die allerwenigsten Muslime in Deutschland und es besteht überhaupt kein Grund für die Annahme, dass sich daran etwas ändert. Selbst wenn sich die Zahl der Gläubigen in ihrer Bewegung in den kommenden Jahren höchsthypothetisch verzehnfachen sollte, was ich für völlig unwahrscheinlich halte, würde dies an meinen bisherigen Ausführungen etwas ändern. Sehr wesentlich bei dieser wohl begründeten Annahme ist, dass es sich bei Seyran Ateş einerseits nicht um eine Theologin oder gar Prophetin handelt, sondern um eine Rechtsanwältin und andererseits ist sie eine Frau. Es kann in der vom Patriarchat dominierten Welt des Islams ausgeschlossen werden, dass eine Frau ohne höhere theologische Ausbildung und ohne besondere theologische Begabung eine maßgebliche „Reformationsbewegung“ begründen könnte. Wer so etwas annimmt, hat einfach keine Ahnung vom Islam und noch weniger von Muslimen. Und vor allem: Eine solche Bewegung wird niemals jene Muslime ansprechen, die dem Spektrum des politischen Islams angehören, oder etwa Scharia-Muslime. Nur schon deshalb ist nicht zu erkennen, inwiefern diese eher exotische Moscheegemeinde mit eigenwilligen Regeln zur tatsächlichen Problemlösung etwas beitragen könnte, zumal solche Gruppen Seyran Ateş für eine Häretikerin halten. Wer annimmt, dass sich solche Leute von ihr bekehren lassen könnten, dürfte ihr prophetische Eigenschaften zurechnen, was unbegründet ist.

Kritikwürdig ist auch der Umstand, dass Seyran Ateş mehrere Dinge, die ihr wichtig sind, miteinander vermischt, obwohl diese getrennt gehalten werden sollten. Sie betreibt beispielsweise mittels dieser Moscheegemeinde Politik, das heißt sie vermischt Religion und Politik, was aus meiner Perspektive immer und zwar ohne wenn und aber ein No-Go ist. Eine Moscheegemeinde, auch wenn sie etwas eigenwilligen Regeln folgt, ist nicht dazu da, um Gesellschaftspolitik oder überhaupt Politik zu betreiben. Darin liegt ja geradezu das Problem, insbesondere im Islam, weil er durchaus politische Elemente enthält. Zwar ist die Politik von Seyran Ateş diametral anders als die von Islamisten und folgt nicht der Scharia, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass sie mit umgekehrten Vorzeichen dasselbe tut. Bei ihrem Islam handelt sich also um eine Art „politischen Islam“ sui generis, inhaltlich überhaupt nicht verwerflich, aber eben am falschen Platz und grundsatzwidrig.

Neuerdings engagiert sich Seyran Ateş auch in der sogenannten „Initiative säkularer Islam“, gemeinsam mit Islamkritikern wie Hamad Abdel Samad oder Necla Kelek und mit anderen Persönlichkeiten wie etwa Ali Ertan Toprak und Ahmad Mansour. Darauf möchte ich auch kurz eingehen. Gegen die besten Absichten dieser Initiative habe ich selbstverständlich nichts einzuwenden, erst recht nicht gegen die Personen, die dort beteiligt sind. Dennoch kann ich sie nicht unterstützen, weil zunächst einmal bereits im Namen ein erheblicher Denkfehler steckt. Säkular bedeutet profan respektive den weltlichen Dingen zugewandt. Eine Rechtsanwältin, die ihr Hobby Religion dermaßen in den gesellschaftlichen Mittelpunkt gestellt und sogar eine Moscheegemeinde mit eigenen Regeln gegründet hat, dieser nun als Imamin vorsteht, kann sich nie und nimmer als säkular bezeichnen. Aufgrund der Bedeutung des Begriffs kann eine Religion erst recht nicht säkular sein, zumal diese per definitionem göttlichen und eben nicht weltlichen Dingen zugewandt ist. Auch hier ist die Vermischung von Dingen zu erkennen, die nicht zusammengehören.

Es ist allerdings nicht bloß die falsche Begriffsverwendung und der damit einhergehende falsche Ansatz, weshalb ich kritisch gegenüber der „Initiative säkularer Islam“ gegenüberstehe. Vielmehr steht bei diesem Projekt einmal mehr das identitäre Merkmal „Islam“ im Vordergrund, mit dem Menschen – so wie es mittlerweile viele Europäer tun – auf das Merkmal „Islam“ reduziert werden, selbst wenn Religion in deren Leben eine untergeordnete oder sogar gar keine Rolle spielt und andere Eigenschaften wie etwa die ethnische oder nationale Herkunft völlig in den Hintergrund gedrängt werden. Im Falle der „Initiative säkularer Islam“ erfolgt dies sogar bei Menschen, die teilweise den Islam verlassen haben oder in der Regel mit dessen Praxis eher wenig damit am Hut haben. Das bedeutet gleichzeitig, dass sie keine muslimische Gemeinde oder Gruppierung repräsentieren, überhaupt über wenig bis gar keine Legitimation verfügen, um beispielsweise für „die säkularen Muslime“ zu sprechen, die keineswegs eine homogene Gruppe bilden, und sie haben ebenso wenig wie Seyran Ateş keine Reformationsbewegung in Gang gesetzt, sofern dies jemand annehmen sollte. Aufgrund der vorerwähnten geringen Legitimation werden sie auch für die mächtigen Islamverbände kein ernstzunehmender Gegner sein, wie viele sich dies erhoffen. Ohne dieses identitäre Merkmal „Islam“ wäre eine Bewegung, die ganz generell die Interessen der säkular lebenden Menschen vertritt, aus meiner Sicht wesentlich unterstützungswürdiger gewesen. Es sind bekanntlich nicht nur die säkularen Muslime, die oft ein komplett areligiöses Leben führen, welche den gesellschaftspolitischen Einfluss von Religionen eindämmen wollen und deren Interessen in der Politik nicht vertreten werden.

Ich hoffe, dass ich es der Leserin oder dem Leser verständlich machen konnte, weshalb ich der Erwartungshaltung, die von Seyran Ateş und der „Initiative säkularer Islam“ erzeugt wird, kritisch gegenüberstehe. Nun kann die berechtigte Frage gestellt werden, was ich als Alternative vorschlage. Ich komme dem gerne nach.

Zunächst einmal ist festzustellen, dass die überwiegende Mehrheit derjenigen Muslime, deren religiöses Leben zu überhaupt keinen Beanstandungen führt, weil es zu 100% in der Privatsphäre stattfindet, den Islam eklektizistisch auslebt. Anders ausgedrückt bedeutet dies, dass sie durch Auswahl von ganz konkreten Glaubensinhalten und durch bewusste Auslassung von anderen ihren individuellen Islam der Moderne angepasst haben, wobei die Auslassungen in erster Linie gesellschaftspolitische Forderungen der Scharia betreffen, wie beispielsweise die Pflicht, das islamische Kopftuch zu tragen. Um nur ein Beispiel zu nennen, das nicht im Bereich der Gesellschaftspolitik des Islams anzusiedeln ist: Kaum einer unter den säkularen Muslimen würde etwa die obligaten fünfmaligen Gebete regelmäßig verrichten, obwohl es sich hierbei um eine der fünf Säulen des Islams handelt, aber dessen Praxis mit einer säkularen Lebensführung nicht zu vereinbaren ist. Das heisst also, dass es viele Muslime gibt, die sich selbst Grenzen gesetzt haben, die auch sehr erhebliche Bereiche betreffen und damit den Islam in einem völlig unauffälligen Rahmen ausleben.

Dieses Verhalten der säkularen Muslime kommt nicht von Ungefähr und hat sehr wesentlich mit den Säkularisierungsbestrebungen im 20. Jahrhundert in deren Ursprungsländern zu tun, die ab ca. 1978 immer mehr zurückgedrängt wurden, übrigens nicht nur im Iran, sondern auch in Pakistan und wenig später auch in Ägypten. Ohne diese Säkularisierungsmassnahmen etwa in der Türkei und ihre Folgen, die damit einhergehende Sozialisierung und die individuelle Akzeptanz und Respekt innerhalb der eigenen Familie gegenüber diesen Maßnahmen wären die meisten der säkularen Muslime in Europa, die in der Regel bestens in westliche Gesellschaften integriert sind, nicht jene Menschen, die sie heute sind. Sie wurden damit direkt oder indirekt von diesen Maßnahmen geformt. Damit meine ich gleichzeitig, dass in den wenigsten Fällen das Vorbild des säkularen Lebens im europäischen Einwanderungsland eine Rolle dabei spielt, ob ein muslimischer Migrant eine säkulare Lebensführung hat oder nicht. Mit anderen Worten kann in der Regel ausgeschlossen werden, dass sich ein Scharia-Muslim aufgrund Einwanderung und staatlichen Integrationsmaßnahmen zu einem säkularen Muslim verwandelt, bloß weil er hier beispielsweise Freiheiten entdeckt, die ihm in der Heimat verwehrt wurden. Diese Erkenntnis ist extrem wichtig, weil bei vielen Europäern die Annahme besteht, dass man durch Integrationskurse und andere staatliche Maßnahmen Menschen verändern könnte, obwohl eine solche Bereitschaft sich zu verändern, in der Regel gar nicht besteht. Vielmehr erfolgen und erfolgten die Inputs, die dazu führen, dass ein Migrant aus der islamisch geprägten Welt säkular ist, in der Familie und im gesellschaftlichen Umfeld, die nach solchen Idealen leben und streben und früher auch in der Schule im Herkunftsland. Damit ist das gesellschaftspolitische Scharia-Problem in Europa keine Fragestellung der Integrations- sondern der Migrationspolitik. Oder anders ausgedrückt: Welche Menschen aus der islamischen Welt lässt der Staat einwandern und welche nicht? Die Migration von säkularen Iranern etwa, die nach der sogenannten „Islamischen Revolution“ dem Mullah Regime entflohen sind, ist also wesentlich unproblematischer als die Migration von syrischen Muslimbrüdern, die der Staat mit den allerbesten Integrationsmassnahmen niemals zu anderen Menschen formen könnte.

Angesichts dieser Tatsachen erachte ich es als zwingend, dass der Staat im Falle des Islams Grenzen ziehen und auch die Scharia einschränken muss, wie dies auch in allen muslimisch geprägten Ländern erfolgte, die jemals so etwas wie Zivilisation erlebt haben. Dies ist anders als bei anderen Religionen im Islam zwingend notwendig, was auf dessen gesellschaftspolitischen Einfluss zurückzuführen ist, der sich nicht vergleichen lässt. Die Menschen, welche die Säkularisierungsmassnahmen in den muslimisch geprägten Ländern veranlasst und durchgeführt haben, waren nicht dumm und hatten vor allem sehr viel mehr Ahnung vom Islam und dessen gesellschaftsformender Dynamik. Wenn diese Einschränkung nicht erfolgt, geschieht genau das, was in der Türkei zu beobachten ist. Der Islam nimmt Überhand und verdrängt die säkulare Gesellschaft und stört das säkulare Leben. Sofern unsere Staaten keine Rechtsgrundlagen schaffen, um die Scharia-Praxis einzuschränken und Grenzen zu setzen, wird Europa ein Anziehungspunkt für Scharia-Muslime bleiben, zumal diese – wie viele dies selbst sagen – hier oft über mehr Scharia-Freiheiten verfügen, als dies im Heimatland der Fall ist. Zum Schluss einige konkrete Vorschläge, wie diese Einschränkungen faktisch aussehen und umgesetzt werden könnten.

Die europäischen Staaten müssen die entsprechenden völkerrechtlichen, verfassungsrechtlichen und gesetzlichen Grundlagen schaffen, um beim Islam ein erlaubtes Maß zu definieren und dabei die Scharia rechtlich einzuschränken. Dabei müssen sie zunächst vom Gedanken wegkommen, dass es sich dabei um eine Diskriminierung handeln würde, zumal derartige Einschränkungen selbst in muslimisch geprägten Ländern bereits ab dem 19. Jahrhundert erfolgten, um die Gesellschaften zu modernisieren und der Zivilisation zuzuführen. Europäer hingegen sind heute damit beschäftigt, über Grundrechte, die als Ausfluss der Aufklärung zu uns gelangt sind, die Scharia so weit wie möglich zu gewährleisten und zu legitimieren, womit sie sämtliche bereits erfolgten Reformprozesse zunichte machen. Dazu haben sie kein Recht!

Es braucht unter Anderem:

  • Die Vereitelung der islamischen Sexualmoral und der islamischen Geschlechtertrennung
  • Gewährleistung der sexuellen Selbstbestimmung und der Partnerwahlfreiheit auch bei den Muslimen, wenn nötig mit staatlichen Zwangsmassnahmen
  • Absolutes Kopftuch- und Verschleierungsverbot in sämtlichen Bildungseinrichtungen
  • Generelles Verbot der islamischen Vollverschleierung
  • Ein Moschee- Gebetshausbewilligungsverfahren mit Sanktionsmöglichkeiten, nachdem die Bewilligung erteilt wurde, sofern gegen Auflagen verstoßen wird.
  • Verbot der Dschihadverherrlichung und Aufrufen zum Dschihad in Predigten und in öffentlichen Auftritten
  • Verbot von öffentlichen Gebetsverrichtungen, etwa auf Strassen oder in Flughäfen
  • Verbot von Predigten, welche Frauen herabsetzten und die Gleichberechtigung der Geschlechter in Frage stellen
  • Verbot von Dawa-Aktivitäten und ein generelles Missionierungsverbot; insbesondere Verbot der Benützung des öffentlichen Bodens für solche Aktivitäten.
  • Abschaffung der sog. Islamkonferenzen und ähnlichen Veranstaltungen und Verbot von Organisationen, die einen politischen respektive vom Ausland gelenkten Islam propagieren.
  • Säkularisierungsartikel in unseren Verfassungen, die der Säkularisierung einen gleichwertigen Stellenwert einräumen wie anderen fundamentalen Verfassungsprinzipien wie etwa Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Sozialstaatlichkeit und Föderalismus

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