Europa sollte aufhören sich selbst zu belügen

IMG_0781
Meric – Evros – Mariza

Es ist kein wildes Wasser der Fluß „Meric“. So nennen die Türken den Grenzfluss zu Griechenland. Die Griechen nennen ihn „Evros“.

Der Evros ist für syrische, irakische, afghanische und türkische Flüchtlinge die letzte Hürde zur EU, zur Freiheit, zur Sicherheit. Die Europäer zahlen dem türkischen Präsidenten Erdogan viel Geld, damit er die Hürden unüberwindbar gestaltet und somit kein Mensch mehr in die EU flüchten kann. Ganze 6 Milliarden Euro bekommt Erdogan dafür.

Allerdings die Flüchtlingszahlen steigen seit dem vergangenen Herbst rapide. Im vergangenen März überquerten 1.658 Flüchtlinge den Evros, von der Türkei nach Griechenland. Vor einem Jahr, im März 2017 waren es „nur“ 262 Personen, teilt der griechische Grenzschutz mit.

Im März hat der Grenzfluss Hochwasser, ohne Boot kommt keiner von einem Ufer zum anderen. In 4-5 Wochen wird der Wasserstand rapide sinken. Ich war sehr oft und lang in der Region. Im Sommer kann einer durch den Fluss auf die andere Seite marschieren. Dann werden wohl Tausende Griechenland erreichen.

Aber Meric bzw. Evros ist nicht der einzige Fluchtweg nach Europa. Jede griechische Insel vor der türkischen Küste ist ein Zufluchtsort. Nur für die meisten sind die Inseln Endstation, denn Griechenland läßt die Flüchtlinge nicht weiter ziehen, aufs griechische Festland.

IMG_0780

So sitzen auf den griechischen Inseln derzeit 15.200 Flüchtlinge in Unterkünften, deren Kapazitäten schon bei 7000 Flüchtlingen schon längst aufgehört haben. Daher ist die Frage angebracht, warum nicht Griechenland die Hilfe bekommt, um die Flüchtlinge besser zu versorgen. Tsipras anstelle Erdogan.

 

Enter the text or HTML code here

Kommentar verfassen