Deutsches Janusgesicht

Der Vormarsch stockt. Auch wenn der Oberbefehlshaber Erdogan persönlich in die Nähe der syrischen Grenze fliegt, „um an der Front“ gewesen zu sein, stockt der Vormarsch der türkischen Armee in Syrien.

Als das Unternehmen „Olivenzweig“ vor einer Woche begann, war sich die türkische Presse ziemlich sicher – „in drei Stunden sind wir in Afrin“. Aus drei Stunden wurden 7 Tage und die deutschen Leopards sind kaum vorwärts gekommen in Richtung der kurdischen Stadt Afrin.

Die Propagandamaschinerie allerdings läuft auf Hochtouren. Der Präsident tönt und schwärmt von einem siegreichen Feldzug entlang der syrischen Grenze bis zu irakischen Grenze. Das wäre ein Marsch von 900 Kilometern Länge. So lang war die türkische Armee nie unterwegs. In einer Woche haben sie nicht mal 10 geschafft.

Nicht die Islamisten, sondern die Faschisten, die notorischen Kurdenhasser in der Türkei hatten sich ja auf den Feldzug gegen die Kurden so gefreut. Jetzt mangels der Siegesmeldungen gehen sie lieber  auf „Verräterjagd“, auf die Jagd nach den Heuchlern, die wieder die Türkei verraten haben sollen.

Da haben wir heute in der Presse den ersten Heuchler und Verräter: Deutschland!

Deutschland, das Land, welches den Türken den Dolch in den Rücken stieß!

Wie?

Weil Deutschland den Türken die Leopards nicht verkauft und aber der PKK alle gewünschten Waffen überreicht!

Das alles ist in der inzwischen vollkommen zu den türkischen Faschisten zugerechneten Zeitung „SÖZCÜ“ zu lesen:

JA zu PKK  – NEIN zur Türkei

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Das traurige an der ganzen Geschichte: Fast die gesamte türkische Nation glaubt solchem Schwachsinn. Und das lenkt ab von dem fehlgeleiteten Feldzug.

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