Der Türkische Antisemitismus

„Israel feindlich“ ist die türkische Presse immer gewesen, ob links, ob nationalistisch, ob islamistisch.

„Israel“  oder „Zionismus“ waren die Ausdrücke in den türkischen Medien, um den eigenen Antisemitismus zu kaschieren. Da konnten die Journalisten von links und rechts bei Kritik immer behaupten, „Nein, wir sind nicht judenfeindlich oder antisemitisch. Nein, wir kritisieren nur den Staat Israel und die Zionisten“.

Das kennen wir werdet ihr jetzt sagen, die Nazis und die Antisemiten in Deutschland wenden auch die gleiche Strategie an, um nicht direkt den Ausdruck „Juden“ benutzen zu müssen.

Heute ist aber eine neue „Ehrlichkeit“ in die türkische Presse eingekehrt. Man nennt den Feind gleich und direkt: DIE JUDEN

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YENI SÖZ 21.12.2017

So nennt heute eines der Kampfblätter von Erdogan den israelischen Bildungsminister Bennett, -weil die israelischen Sicherheitskräfte angeblich eine palästinensische Schülerin  verhaftet haben sollen-, als der selbst ernannte Bildungsminister der Jüdischen Terrororganisation namens Israel.

Und die gleiche Zeitung „Yeni Söz“ -übrigens übersetzt lautet der Name der Zeitung „Das Neue Wort“ – ruft auf :

„DEHNT DEN KAMPF UM JERUSALEN NACH TEL AVIV AUS“. 

Damit demnächst in der „Sprache gesprochen werden soll, die der jüdische Terror kennt“.

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Nicht vergessen, in der Türkei darf nicht mal ein Flugblatt gedruckt werden, ohne SEINE Genehmigung, ohne die Genehmigung des Präsidenten. Das in dem türkischen Antisemitismus eine neue Stufe eingeschaltet wurde, ist mit Sicherheit mit der Zustimmung Erdogans geschehen. Andererseits wären die Zeitungen schon in der Druckmaschine beschlagnahmt worden und die Journalisten wären wegen Unterstützung der Gülen Bewegung (FETÖ) schon lange in Haft.

Was war der Anlass zu dieser geistigen Wende der herrschenden türkischen Meinung?

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MILLI GAZETE 21.12.17

Vermutlich eine Konferenz von über 300 „islamischen Gelehrten“ aus 36 islamischen Institutionen in Istanbul, die mit einer Fatwa endete. Eine Fatwa ist wie ein Gesetz, eine Verordnung an alle Muslime, die unbedingt von jedem Gläubigen befolgt werden muss. Die Gelehrten haben beschlossen:

„Jede Normalität mit Israel ist HARAM“ 

Haram ist alles, was nach der Scharia verboten ist. Also nach dem islamischen Recht ist jedes Gespräch, jede Verhandlung mit Israel verboten. Laut den Gelehrten würde jegliche Beziehung zu Israel dem Kern des Koran widersprechen.

Übrigens die Zeitung, Milli Gazete, aber auch alle anderen türkischen Blätter können in fast jedem Kiosk in Deutschland und in Europa gekauft werden. „Milli Gazete“ und „Yeni Söz“ liegen in jeder Moschee der DITIB und IGMG (Milli Görüs) kostenlos zum Lesen aus. Aber auch in allen sozialen Medien, zum Beispiel Yeni Söz in FB:

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Mit dem gleichen Text, den ich oben zitiert habe. Ausserdem ein Klick und man kann die Zeitung elektronisch lesen. Milli Gazete und alle anderen antisemitischen türkischen Hetzblätter sind in den sozialen Medien frei Haus zu lesen.

Antisemitismus und Hetze gegen Juden ist in Deutschland verboten, aber wird in türkischer Sprache toleriert. Dann wundert sich die deutsche Politik über die angezündeten Israel und USA Fahnen auf Demonstrationen in Deutschland.

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