BILDERSTÜRMER 2

Islam und darstellende sind unvereinbar. Basta!  Das steht nirgendwo im Koran geschrieben, aber die Islamisten lehnen die Kunst anscheinend grundsätzlich ab. Ein neues Beispiel:

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Türkische Tageszeitung POSTA 28.10.2017

Heute zeigt die türkische Tageszeitung POSTA die Verbannung einer Statue. 

Der türkische Bildhauer Gürtel Duyar fertigte 1973 (damals hatten die Islamisten noch nicht ganz auf der Tagesordnung) seine Skulptur „Istanbul“ und sie wurde auf einem Platz in Kadiköy ausgestellt. Auf einem öffentlichen Platz, denn der Auftrag zu dieser Skulptur aus Marmor kam ja von der Istanbul Stadtverwaltung. 1973 war der 50. Jahrestag der Gründung der türkischen Republik, und der Bildhauer sah in seinem Werk Istanbul als eine Frau. Damals war auch Istanbul wirklich schön.

Zwei Jahre Zeit später, da koalierten die türkischen Sozialdemokraten mit den Islamisten,  wurde die Skulptur in einer Nacht und Nebel Aktion von ihrem Sockel abgerissen, und in eine Parkanlage auf der anderen Seite des Bosporus abtransportiert. Der damalige islamistische Koalitionspartner und der politische Ziehvater von Erdogan, Necmettin Erbakan, fand die Skulptur „obszön“.

Und jetzt findet der Ziehsohn, Erdogan, anscheinend die Skulptur im Park auch obszön. Sie wird nicht entsorgt, nein, noch nicht, sagen wir mal. Sie wird „zugedeckt“ mit Grün. Drum herum werden Büsche  hochgezogen (Bild in der Zeitung).

Die offizielle Begründung der Stadtverwaltung diesmal: In der Umgebung gäbe es einen Kinderspielplatz und die Kinder sollten diese obszöne Skulptur nicht sehen.

Islamismus in der europäischen Kulturhauptstadt.

 

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