Bücherverbrennung

Erdogans Hauptbeschäftigung derzeit ist zwar noch die Entlassung von Oberbürgermeistern in den Großstädten der Türkei, aber zwischendurch hat er auch einen Blick auf die Lage im Bildungssektor geworfen und kurz beschlossen:

Die Inhalte der Schulbücher entsprächen keinesfalls seinen Vorstellungen. Außerdem habe er in den Schulbüchern „Spuren der FETÖ“ gefunden.

Also Spuren der Gülen Bewegung. Wo? Zum Beispiel im Schulbuch zur Religionskultur und zur Religionsmoral für die 7. Klassen, sagt der Führer. Darin sei ein Zitat aus einem Buch des Professors Osman Egri. Das gehe nicht, meint Erdogan, denn Professor Osman Egri sei FETÖ Mitglied und sei derzeit sogar auf der Flucht.

Andere Beispiele, die Erdogan zum Handeln zwangen?

In den Büchern für Sozialkunde würde der Dialog zwischen den Religionen zu sehr gelobt, das passe ihm nicht. Ach, ja.

Weiter soll der Führer in einem Schulbuch die folgende Stelle entdeckt haben: „Es kommt gelegentlich vor, dass allein regierende Parteien nach einer gewissen Zeit mit mehreren Korruptionsvorwürfen in der Presse konfrontiert werden. In solchen Fällen führt die Regierungspartei die Presssezensur ein und schränkt die Pressefreiheit ein.“ Das so was Tayyip Erdogan stört, ist klar.

Kurz der Führer hat beschlossen: Bis zum Jahr 2019 werden 518 verschiedene Titel von Schulbüchern aus dem Verkehr gezogen, vernichtet und neu geschrieben. Natürlich nach den Wünschen des allmächtigen Führers der Türkei. Das wird vermutlich der Türkei wieder Milliarden kosten. Das macht aber nicht, die Türkei sei unendlich reich, meint der Führer des Jahrhunderts

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