Erdogans „Stürmer“

Anscheinend brauchen Diktatoren Zeitungen wie „Stürmer“.

yeni-safak_2017-08-17Erdogans Kampfblatt „Yeni Safak“ ist der „Stürmer“ in der türkischen Presselandschaft.

Heute schlägt sie wieder mal zu: Yeni Safak liefert den Grund der gestrigen diplomatischen Note der Türkei an die Bundesrepublik. Das Kampfblatt von Erdogan behauptet, dass der angebliche Drahtzieher des Putschversuchs vor einem Jahr, Adil Öksüz, „am 17. und 18 Juli 2017 in einem türkischen Restaurant in Hannover gegessen hat“. Also gleich zwei Tage hintereinander im selben Lokal. Außerdem sei anzunehmen, dass diese meist gesuchte Person, 6 Tage nach seinem Putschversuch in einer Bundeswehrmaschine aus der Türkei nach Wünsdorf gebracht wurde und sofort eine Aufenthaltsgenehmigung erhielt.

Wie gesagt, es gibt kein einziges Dokument, keinen einzigen Zeugen dazu. Aber die Leser dieser Zeitung in Deutschland wissen jetzt „endgültig“, dass die Bundesrepublik an dem Putschversuch in der Türkei vor einem Jahr „beteiligt“ war. Das sagt auch der Präsident Erdogan fast täglich. Also der Präsident läßt sich in seinem Kampfblatt „bestätigen“.

 

 

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