Erdogan kann nicht mal lügen…

Erdogan kann nicht mal lügen.

Als der Außenminister Gabriel ankündigte, die ersten wirtschaftlichen Maßnahmen gegen die türkische Wirtschaft zu erwägen, tobte Erdogan schon in der Türkei.

Es gäbe keine Liste gegen deutsche Unternehmen, sagte er auf einer Konferenz der Industriellen, wer so was behaupte, der lüge, verheimliche die Wahrheit. Und heute? Klammheimlich und ganz still, ließ er seinen Innenminister anweisen, den deutschen Behörden mitzuteilen, dass die Liste, mit 681 terrorverdächtigen deutschen Firmen darauf, ein Missverständnis sei. Und das gegen 140 deutsche Firmen Ermittlungen wegen Unterstützung des Terrors eingeleitet worden sind? Auch ein Missverständnis.

Und das traurige dabei, dass kein türkisches Pressemedium sich traut, darüber in der Türkei zu berichten, denn egal wie man diese Meldung texten würde, kann der daraus zu entnehmende Eindruck ziemlich eindeutig sein:

Der Staatspräsident hat wiedermal gelogen.

Das kann sich aber keine Zeitung und kein Fernsehen in der Türkei derzeit leisten. Also man schweigt am besten. Da kann man nichts falsches machen.

Ich will aber in diesem Zusammenhang zu einer Erklärung des Erweiterungskommissars der EU, Johannes Hahn, hinweisen. Er sagte, die Finanzhilfen für die Türkei mit Blick auf einen EU-Beitritt könnten nicht einfach gestoppt werden. Dies sei nur möglich, wenn die Beitrittsverhandlungen an sich gestoppt würden.

Dann tut das bitte. Schmeiß dieses Land aus den Beitrittsverhandlungen und aus der Zollunion auch. Wenn die Wirtschaft nicht mehr läuft, hat Erdogan eine „Zwischenzeit“ von wenigen Tagen. Und danach, kann man immer noch, über die Zollunion reden.

 

 

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