In Vergessenheit geraten?

Wovor haben der türkische Staatspräsident und seine Familie die größte Angst?

Richtig, dass es ihre selbst aufgebauschte Lügenwelt wie ein Kartenhaus zusammenbricht.

Daher sollten wir nicht vergessen, dass der amtierende Staatspräsident der Türkei, auch einer der korruptesten Politiker ist.

Ich will versuchen am ersten Jahrestag der Putschmaskerade von 2106 die „finanziellen Verdienste“ der Familie Erdogan in Erinnerung zu rufen.

Die türkische Polizei verhaftete am 17. Dezember 2013 unter anderem die Söhne des damaligen Innenministers Muammer Gülen, des Wirtschaftsministers Zafer Caglayan und des Umweltministers Erdoğan Bayraktar im Zuge der Ermittlungen zu einem Korruptionsskandal. Außerdem wurden auch gegen die Väter und einem weiteren Minister Ermittlungen eingeleitet.

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Die 4er Ministerbande

Den Betroffenen wird vorgeworfen, groß angelegte Umgehungsgeschäfte der damaligen UN Sanktionen mit dem Iran abgewickelt zu haben, bei denen die Türkei iranisches Erdöl mit Gold bezahlte, um die Sanktionen gegen den Iran im elektronischen Geldverkehr zu vermeiden. Die Türkei konnte nach den Iran-Sanktionen ihren Import von Erdöl ohne Geschäfte mit dem Nachbarn nicht mehr decken und entschloss sich, eine Lücke im Embargo zu nutzen, nach der Goldgeschäfte mit nicht-staatlichen Institutionen im Iran weiterhin zulässig waren. Die Abwicklung übernahm zumindest teilweise die staatliche Halkbank, die zunächst den Verkaufspreis des Erdöls auf iranischen Konten gutschrieb, den Gegenwert in Gold besorgte und nach Teheran transportieren ließ. Zwischen März 2012 und Juli 2013 soll so Gold im Wert von 13 Milliarden US-Dollar in den Iran gebracht worden sein. Ab August 2013 waren auch Goldgeschäfte mit dem Iran nach den internationalen Regeln illegal. Das führte nur dazu, dass die Bestechungssummen an die türkischen Politiker höher wurden.

Für die politische Unterstützung des Geschäfts bezogen Mittelsmänner in der Türkei, im Iran und in den Vereinigten Arabischen Emiraten Provisionen von rund 15 %, die als Schmiergelder an Politiker und Sicherheitskräfte gingen.

Am 25. Februar 2013 wurde in den türkischen Medien ein Telefongespräch veröffentlicht, das zwischen dem türkischen Ministerpräsident Erdoğan und seinem zweiten Sohn Necmettin Bilal Erdoğan am 17. Dezember 2013 stattfand. Das Gespräch war eines von vielen, die von der Staatsanwaltschaft seit Monaten schon aufgezeichnet wurden. Es waren noch Dutzende andere Gespräche, in denen der damalige Ministerpräsident Erdogan z.B. Journalisten unter Druck setzte, um u.a. falsche Meldungen in der Presse zu platzieren.

Zunächst bestritt Erdogan die Echtheit dieser Gespräche nicht, sondern er war sehr aufgeregt, wie die Staatsanwaltschaft es wagen konnte, ihn, den Ministerpräsidenten der Republik Türkei,  abzuhören. Dann behauptete Erdogan, die Gespräche seien gefälscht worden. Aber das nahm ihm in der Türkei ausser seinen Anhängern niemand ab. Letztendlich liess er alle Polizisten, Staatsanwälte und Richter, die bei diesem Fall beteiligt waren verhaften. Alle Dokumente und die Originalbänder der aufgezeichneten Telefongespräche wurden vernichtet, um alle Spuren dieser Korruption zu beseitigen. Die beiden leitenden Staatsanwälte flüchteten in Ausland und hatten anscheinend eine Kopie der Gesamtakte, sogar vermutlich die Originalakten mit sich genommen. Es ist derzeit nicht bekannt, wo sich die beiden Staatsanwälte aufhalten. Interessanterweise bemüht sich Erdogan auch nicht um deren Auslieferung an die Türkei.

Nur der Hauptdrahtzieher des gesamten illegalen Handels mit Erdöl, Reza Zarrab, stellte sich im vergangenen Jahr überraschend den amerikanischen Behörden. Derzeit befindet er sich dort in U-Haft, in Isolationshaft. Anscheinend wird befürchtet, dass das Leben von Zarrab bedroht ist. Anzunehmen ist, dass er mit der Justiz in den USA kooperieren und weitgehend auspacken wird. Sonst droht ihm eine Jahrzehnte lange Haftstrafe. Die Ermittlungsergebnisse der türkischen Staatsanwälte aus den Jahren 2102 und 2013 sollen in die US-Akten eingeflossen sein.

Diese Tatsache ist auch Erdogan bekannt. Deshalb engagierte er den ehemaligen Bürgermeister von NYC Rudolph William Louis Giuliani als Anwalt, um Schäden auf seine Person abzuwehren. Der RA Giuliani bemühte sich vergeblich um den Prozessbeginn zu verzögern.

Der 17.Dezember 2013 war der endgültige Bruch, zwischen der Gülen Bewegung und Erdogan.

Hier sind noch einmal die Telefongespräche mit deutscher Übersetzung zwischen Erdogan und seinem Sohn Bilal von diesem Tag, um Millionen von Euros und Dollars aus der Wohnung zu transportieren, damit sie dort, falls es zu einer Durchsuchung kommen sollte, nicht gefunden werden.

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