Cizre – nach 79 Tagen Ausgangssperre

Fatih Pınar, bezeichnet sich selbst als einen freien Journalisten und einen „Videoaktivisten“. Seit 1997 ist Fatih als Fotograf für verschiedene Medien tätig. Zwischen 1998-2004 bereitete er für das türkische Naturmagazin „Atlas“ aus 17 Ländern über 120 Fotoreportagen vor.

Seit 2005 bereitet er für verschiedene Institutionen und Firmen Videoberichte und Multimedia Shows vor.

Seit 4 Jahren arbeitet Fatih für viele Anstalten als freier Journalist, Kameramann und wie er immer betont, als Videoaktivist.

Ich habe ihn damals während der Gezi-Park Demonstrationen in Istanbul kennengelernt. Ich bereitete gerade einen Film für arte über die Türkei, war irgendwo weit weg in Kurdistan, und brauchte aber Bilder von den gleichzeitig stattfindenden Protesten in Taksim. Da fand ich Fatih Pinar. Er war immer an vorderster Linie dabei, und fing die Stimmung damals auf Taksim Platz, wie kein anderer Kameramann auf.

Eigentlich wollte ich jetzt, in diesen Tagen, mit ihm wieder zusammen arbeiten für eine Dokumentation über die Putschmaskerade am 15.7.2016 in der Türkei. Aber ich musste erkennen, dass die ARD über die Türkei ziemlich Mainstream berichten will. Und zum anderen das Leid der kurdischen Bevölkerung interessiert die Deutschen nicht, sagen die Verantwortlichen. Mir blieb nichts anderes übrig ausser vom Projekt auszusteigen.

Vom 14.Dezember 2015 bis zum 2.März 2016 verhängte die Erdogan Regierung eine Ausgangssperre über die Stadt Cizre. In dieser Zeit suchten die sogenannten Spezialeinheiten Haus für Haus nach „PKK-Kämpfern“. Die ganze Zahl der Toten steht immer noch nicht fest. Als die Ausgangssperre aufgehoben wurde, war Fatih Pinar, als einziger vor Ort.

 

 

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